Sonntag, 28. September 2008
Kastanien sammeln und Erntedank
Freitag, 26. September 2008
Lieblingsplätze
Johanna und Paula haben einen Lieblingsplatz, an den sie sich immer wieder zurückziehen und einfach nur dasitzen, rein und wieder raus klettern, Bücher angucken, Faxen machen oder mit Schnuller und Gall-gall kuscheln. Der ursprungliche Lieblingsplatz ist unterm Stehpult. Da ist die Sitzordnung auch festgelegt: Johanna links und Paula rechts. Ein neuer Lieblingskuschelplatz, im Kinderzimmerregal wird immer beliebter. Auch da gibt es die feste Regel: Johanna oben, Paula unten. (Ausnahmen bestätigen die Regel)
Morgenandachten

Unsere "große" Johanna hat gerade diese Woche im Deutschlandradio Kultur die Morgenandachten gehalten. Das wollte ich hier nur kundtun. Auf der d-radio.de-Seite gibts die Andachten zum nachhören und hier gibts die Andachten zum nachlesen. Sie sind zum Genießen!
Donnerstag, 25. September 2008
kleine Tyrannei
Zur Zeit herrscht bei uns tagsüber ziemliches Chaos. Und das von 8 Uhr bis halb Vier. "Ronn" durchlebt gerade eine "schwierige Phase" und tobt sich bei uns aus. Er provoziert und will immer alles bestimmen. Das Schlafen ist ein Riesenkampf, dass Essen noch viel mehr. Er hat gerade das Wort "Meine!" von seinen großen Geschwistern gelernt. Seitdem gestaltet sich das Spielen zu Dritt schwieriger. Die Mädchen verbünden sich gegen ihn und helfen sich gegenseitig, wenn er mit lautem "Meine"-Gebrüll ihnen etwas aus der Hand reißt. Sie legen dann von sich aus Sachen auf das Fensterbrett oder so hoch ins Regal, dass er da nicht rankommt und schicken ihn auch schon mal aus dem Zimmer raus. Und so sieht es dann aus, wenn ich mal kurz aufs Klo gehe...!
Labels:
Nicht noch einmal,
Tagespflege
"luja! luja!"
"[Halle]luja" riefen die Kinder heute voller Freude, als ich ihnen sagte, dass heute nachmittag der "Nonno" und die "Nonna" zu Besuch kommen werden. "luja Nonno, luja Nonna". Sie wurden dann auch schon sehnsüchtig am Hoftor erwartet nachdem wir vom Einkaufen zurückkamen. Das ganze Programm an Showelementen und Kaspereien wurde präsentiert und dem "Nonno" der Käse vom Brot gegessen (Nur die Butter hat er sich nicht vom Brot nehmen lassen). Paula nahm ihren "Nonno" in Beschlag, Johanna ihre "Nonna" sie wurden je in einem anderen Zimmer mit Bücherstapeln eingedeckt und mussten vorlesen und erzählen. Zwischendurch rannten sie immer wieder aufgeregt durch die Wohnung und holten Büchernachschub herbei. Nach Abschiedsschluchzern gingen sie aber doch ganz müde und glücklich ins Bett. Und hoffen darauf, dass morgen wieder so toller Besuch kommt (Paula: "Mama, Ja, Ja???"- Da will sie immer von mir bestätigt bekommen, was sie sich gerade ausgedacht hat, was wir als nächstes tun z.B. "Bim-Baum" [in die Kirche gehen], "La-la" oder "in-gen" [zum "Trommelrudi-kurs oder zu den "Sternchen" zum Singen gehen], "Ba-bahn" [Straßenbahnfahren], "Autu" [Auto fahren] oder eben "Nonno"/"Nonna" [nach Wilsdruff fahren oder mit dem Zusatz "Burg" ans Lusthaus fahren bzw. mit Zusatz "Nonno Bim-Baum" an den Dom fahren]. Morgen gibts aber anderen tollen Besuch, da treffen wir kurz die "Lilili", die auf der Durchfahrt in Leipzig kurz Pause machen wird. Und ich möchte in die Bibliothek in die Ausstellung über islamische Buchkunst gehen, während die Adda den Kindern neue Faxen beibringen wird.
"Nonno" liest vor, Paula sagt "Foto" und Johanna musste plötzlich ganz viel schnullern
Sonntag, 21. September 2008
"Steigen zwei Mädlein auf den Baum...
.... steigen so hoch, man sieht sie kaum, hüpfen von Ast zu Ästchen, finden kein Vogelnästchen..."
Wer jetzt ein "Ei, da kracht es" erwartet wird wohl enttäuscht werden müssen. Unsere beiden Kletterkünstlerinnen haben heute in Halle ihren ersten Eichenbaum bestiegen und sind in luftigen Höhen darauf rumgetobt. So hoch, dass ich sie nicht mehr halten konnte und Markus dann auch nicht mehr. Leider hatten wir keine Kamera dabei. Daher gibts hier mal kein Bild.
Und sonst hatten wir ein sehr entspanntes Wochenende. Die Kinder genießen es immer so sehr, wenn Markus zu Hause ist und wir einfach mal alle füreinader Zeit haben. Markus musste gestern gefühlte 378 Bücher vorlesen und ganz viel kuscheln. Nachmittags waren wir bei Ikea und haben den Kindern einen Teppich für ihr Zimmer gekauft, damit es von untern nicht mehr so kalt ist beim Spielen. Der musste dann natürlich eingeweiht und eingetobt werden. Gestern abend fragte mich Paula, wann wir denn mal wieder in die Kirche gehen und wollte eigentlich sofort los. Als ich ihr erklärte, dass wir am nächsten morgen in den Gottesdienst gehen war sie sehr froh. Bestätigte das immer mit "Ja, Ja!" und weckte uns dann auch pünktlich halb sieben und wollte endlich los. Als wir dann da waren sangen beide lautstark und begeistert mit. Johanna freute sich, dass die Strophen eines Liedes immer auf "Luja" endeten. Jedesmal wenn ein Lied zuende war sagten beide sehr zum Ärger unserer umsitzenden Schwestern und Brüder laut "Ende" und "Neu" oder "Nochmal". Während der Predigt gingen wir ins Spielzimmer. Da bauten sie mit Kilole und Esther unter lauten "Luja"-Gesängen an einer Eisenbahnstrecke, die so lang war, dass wir es geradeso zum Schlußsegen wieder in den Hauptgottesdienst geschafft hatten. Ab mittags waren wir dann in Halle bei Vera, Martin und Emil zu Besuch, im Kunstverein Talstraße waren wir im Skulpturengarten, kletterten Berge hoch und genossen die Aussicht. Auf dem Rückweg fanden wir oben erwähnten Kletterbaum, waren noch auf einem Spielplatz und kehrten an der Saale zum Kuchenessen ein. Da musste für die ausgehungerten Kinderlein die Kellnerin sogar ein zweites Mal durch den Regen flitzen und den Kuchenachschub bringen.
Und damit es hier doch nicht ganz so bildlos zugeht noch ein Bild von der "Liedertruhe". Auf dieser Truhe sitzen die Kinder und gucken sich Bücher an und singen dabei lauthals wunderschönste Lieder.
Das Buch "Ein Regentag im Zoo" ist neben der Kinderbibel mit den vielen Tierbildern und Klappen zur Zeit der Renner. Ein wunderschönes Buch, in dem es darum geht, dass ein Mädchen mit seinem "Papi- Pipa" (Johanna) in den Zoo gehen will und als sie ankommen regnet es so sehr, dass alle Tiere sich in ihre Häuser verkriechen. Doch welches Tier ist in welchem Haus? Wirklich wunderschöne Bilder und Formen zum Entdecken und Wiedererkennen. Der Hit ist natürlich der "Fant". Sehr beliebt sind auch die Seiten vom "Mehl" und vom "Dil".
Wer jetzt ein "Ei, da kracht es" erwartet wird wohl enttäuscht werden müssen. Unsere beiden Kletterkünstlerinnen haben heute in Halle ihren ersten Eichenbaum bestiegen und sind in luftigen Höhen darauf rumgetobt. So hoch, dass ich sie nicht mehr halten konnte und Markus dann auch nicht mehr. Leider hatten wir keine Kamera dabei. Daher gibts hier mal kein Bild.
Und sonst hatten wir ein sehr entspanntes Wochenende. Die Kinder genießen es immer so sehr, wenn Markus zu Hause ist und wir einfach mal alle füreinader Zeit haben. Markus musste gestern gefühlte 378 Bücher vorlesen und ganz viel kuscheln. Nachmittags waren wir bei Ikea und haben den Kindern einen Teppich für ihr Zimmer gekauft, damit es von untern nicht mehr so kalt ist beim Spielen. Der musste dann natürlich eingeweiht und eingetobt werden. Gestern abend fragte mich Paula, wann wir denn mal wieder in die Kirche gehen und wollte eigentlich sofort los. Als ich ihr erklärte, dass wir am nächsten morgen in den Gottesdienst gehen war sie sehr froh. Bestätigte das immer mit "Ja, Ja!" und weckte uns dann auch pünktlich halb sieben und wollte endlich los. Als wir dann da waren sangen beide lautstark und begeistert mit. Johanna freute sich, dass die Strophen eines Liedes immer auf "Luja" endeten. Jedesmal wenn ein Lied zuende war sagten beide sehr zum Ärger unserer umsitzenden Schwestern und Brüder laut "Ende" und "Neu" oder "Nochmal". Während der Predigt gingen wir ins Spielzimmer. Da bauten sie mit Kilole und Esther unter lauten "Luja"-Gesängen an einer Eisenbahnstrecke, die so lang war, dass wir es geradeso zum Schlußsegen wieder in den Hauptgottesdienst geschafft hatten. Ab mittags waren wir dann in Halle bei Vera, Martin und Emil zu Besuch, im Kunstverein Talstraße waren wir im Skulpturengarten, kletterten Berge hoch und genossen die Aussicht. Auf dem Rückweg fanden wir oben erwähnten Kletterbaum, waren noch auf einem Spielplatz und kehrten an der Saale zum Kuchenessen ein. Da musste für die ausgehungerten Kinderlein die Kellnerin sogar ein zweites Mal durch den Regen flitzen und den Kuchenachschub bringen.
Und damit es hier doch nicht ganz so bildlos zugeht noch ein Bild von der "Liedertruhe". Auf dieser Truhe sitzen die Kinder und gucken sich Bücher an und singen dabei lauthals wunderschönste Lieder.
Freitag, 19. September 2008
Biobandit
Gerade kam Post, die unser Leben stark verändern wird: Malte kündigte die Biocard und schafft dieses Rabattsystem bzw. das System Mitgliederladen völlig ab, was für uns als Familie mit nur einem Einkommen heißt, dass wir einfach nicht mehr alle benötigten Lebensmittel, Putzmittel , Kosmetik, Baby- und Kinderbedarf und teilweise auch Kleidung bei Malte kaufen können. Damit verliert Malte mit uns nicht nur einen seiner treuesten und langjährigen Kunden, sondern er bekräftig geradezu das Anti-Bio-Argument, dass ökologische, regional erzeugte und faire gehandelte Produkte überteuert sind und man sich diese mit geringerem Einkommen nicht leisten kann. (Was wir ja lange mit unserer Lebensweise entkräftet haben). Ich denke, dass sich nicht so großartig verändern wird, was auf unsere Teller kommt, sondern eher das Ranorganisieren. Ich mache mich auf die Suche nach einer anderen Verbrauchergemeinschaft oder einem Food-coop. Durch unseren Fahrradanhänger sind wir mobil und können den Wocheneinkauf auch von woanders rankarren. Doch alle liebgewonnenen Rituale und lustigen Einkauferlebnisse werden wegfallen oder müssen durch neue ersetzt werden. Maltes Laden wird nicht reicher, sondern ärmer werden ohne uns!
Bis jetzt fahren wir mit dem Fahrrad oder laufen mit Kinderwagen 2 mal in der Woche zu Maltes Laden. (Früher, als wir noch in der Scheffelstraße wohnten, eher täglich...). Für die Kinder gehört der Laden zu unserem Leben als fester Bestandteil dazu. Wenn ich sage, das wir jetzt einkaufen gehen, packen die Kinder unsere Einkaufsbeutel selber in meine Tasche ein, kennen den Weg genau, rufen vor dem Abbiegen von der Fockestraße in die Selneckerstraße"gleich: Bim-baum", kommentieren das Berghochfahren aus dem Hänger heraus mit "[sch] nell! Bim-baum!", erklären, dass der Kirchturm hoch ist, eine Uhr hat und an der Kirche der Mond zu sehen ist und freuen sich schon auf die Abfahrt "huiiiiiiiiiiiiii" den Berg hinunter und wollen diese natürlich "nochmal". Im Laden angekommen schnappen sie sich sofort jede einen Kindereinkaufswagen und schieben diese rasend schnell durch den Laden. Zunächst geht es zum Obst- und Gemüsestand. Paula liebt es, hier und da mal Weintrauben oder Äpfelstückchen zu naschen und schnappt sich auch mal eine ihr unbekannte Frucht und beißt rein... und spuckt es teilweise wieder aus. Da das aber ihre einzige Obstzufuhr ist und sie alles andere verweigert, lasse ich das durchgehen. Johanna lehnt selbst jegliche Kostproben konsequent ab. Für den Papi packen wir dann zusammen Äpfel in den Wagen. Die Sorte suchen sie selber aus und sie versuchen immer die ersten vier Äpfel mitzuzählen. Beim Gemüse muss ich immer sehr aufpassen, dass die Paprikaschoten, nicht zu nah an der Kante liegen und damit erreichbar sind, denn sonst schnappt sich jede eine Schote, beißt rein, lutscht den "Saft" aus und spuckt die Schale wieder aus. Egal, wo sie sind. Es gab schon manche Paprika-Kleckerspuren durch den ganzen Laden und an der Kasse abgenagte Reste auf dem Band. Nach dem Gemüse rennen beide mit ihren Wagen weiter, biegen um die Ecke, halten Ausschau nach einem Tritthocker, auf den sie drauf klettern können oder vergessenen Leitern und rennen dann weiter zum Kühlregal. Da packen sie "lleine" die richtige Packung Schmelzkäseecken in den Wagen, fragen höflich nach, ob ich auch Eier kaufen möchte und widmen sich ihrem Lieblingseinkaufobjekt: der Butter. Da zeigen sie auf alle Butterstückchen der Reihe nach und sagen bei den Sorten, die wir nicht verwenden "Nein, Nein", wählen sich die goldene "Alsana" aus und packen davon jede ein Stück in den Wagen "Hanna eins, Hanna eins" wurde seit Neuesten zu "Hanna eins, Pawa eins". Eigentlich wollen sie möglichst alle Stücke in ihren Wagen stapeln und bohren auch öfter mal mit ihrem Fingern Löcher in die Stücke. Wenn dann alle Diskussionen um die zwei Butterstücken abgeschlossen sind und ich schon halb schweißgebadet versuche, mich zu erinnern, was wir eigentlich alles noch brauchen und die Sachen nebenbei einpacke, toben die beiden weiter zu einem Korb mit Müsli, der mit gelben Tüllstoff dekoriert ist. Darin wickeln sie sich erstmal ein und spielen Verstecken. Die nächste Attraktion war bisher ein Tisch, auf dem verschiedenen Schaffelle angeboten worden sind. Die mussten natürlich alle gestreichelt werden und "Määh" gesagt werden. Dann wird es wieder gefährlich. Beide gehen zum Regal mit den Tomatensaucen und wollen unbedingt "Rapunzel Toscana-Sauce" in der Familienpackung kaufen und "leinne" (was sonst?) in den Wagen tun. Wenn ich da nicht schnell genug bin, oder gerade damit zu tun habe, eine vom mit dem Wagen ins Weinregal rasen abhalte, dann geht da auch mal ein Glas kaputt. Vor kurzem hatten sie auch sehr viel Spaß dabei, mir einfach auszureißen und sich einzeln zu verstecken. Johanna verschwand wie der Blitz im Büro, weil da die Tür offen stand, kletterte auf den Drehstuhl, starrte auf den Monitor und versuchte an die Maus ranzukommen. Paula verkroch sich in der Zwischenzeit unter dem Schaffelltisch und von da aus krabbelte sie von hinten in ein Kühlregal. An diesem Tag wuchs mir ein neues weißes Haar. Später, am Wurst- und Käsestand suchen sie sich ihre Leberwurst, Teewurst und Käse selber aus und zeigen entweder drauf oder sagen, was sie wollen. Je nach Dame hinterm Tresen, werden sie auch verstanden. Manche Verkäufer könne sie gut leiden, die werden immer mit einemm "Hallu" begrüßt. Am Brotstand haben sie meist keine Geduld mehr zu warten und verziehen sich jauchzend zu ihrem Lieblingsregal: Weleda Probetuben in bunten Farben, die eifrig sortiert werden. Vorher waren es die Kerzen. Da bin ich ganz froh, dass sie die Phase nicht mehr haben. Bei den Tuben kann wenigstens nichts kaputt gehen. Ich stoße dann wieder dazu, wenn die Brötchen eingetütet sind und die Kinder rufen schon, wenn sie mich sehen"offröm" (=aufräumen) und beheben ihr Chaos selber, rennen zu den Kekstüten und müssen sich leider anhören, dass wir keine Kekse kaufen und noch welche zu Hause haben. Zu Hause haben sie zum Glück das Thema Kekse meist wieder vergessen. Dann endlich schieben sie die Wagen zur Kasse, packen alles aufs Band und rennen davon. Klettern aufs Hochbett, dessen Leiter extra in der Mitte erst anfängt, so dass eigentlich nur die "Großen" da hoch klettern können und wollen da oben mit den Schiebeenten spielen. Von oben treiben sie mich an, dass ich mich beeilen soll. Manchmal wollen sie auch mitten im Bezahlen und Einpacken plötzlich wieder runter... Wenn alles verstaut ist, müssen sie sich noch auf die Bank setzten, in die Hände klatschen und "AMEN" rufen, ( Was sonst?) die Enten "heija" machen schicken, Johanna noch eine Runde auf dem Schaukelpferd reiten und Paula die Wagen wegräumen. Wieder draußen bin ich meist nur von der Schadensbegrenzung und Kinder halbwegs in Schach halten ziemlich geschafft und habe in dem Trubel die Hälfte vergessen. Vor allem Dinge, die wir nur selten kaufen.
Und das alles willst du aus purer Gewinnsucht, lieber Malte Biobandit, nicht mehr in deinem Laden erleben und dulden?
Bis jetzt fahren wir mit dem Fahrrad oder laufen mit Kinderwagen 2 mal in der Woche zu Maltes Laden. (Früher, als wir noch in der Scheffelstraße wohnten, eher täglich...). Für die Kinder gehört der Laden zu unserem Leben als fester Bestandteil dazu. Wenn ich sage, das wir jetzt einkaufen gehen, packen die Kinder unsere Einkaufsbeutel selber in meine Tasche ein, kennen den Weg genau, rufen vor dem Abbiegen von der Fockestraße in die Selneckerstraße"gleich: Bim-baum", kommentieren das Berghochfahren aus dem Hänger heraus mit "[sch] nell! Bim-baum!", erklären, dass der Kirchturm hoch ist, eine Uhr hat und an der Kirche der Mond zu sehen ist und freuen sich schon auf die Abfahrt "huiiiiiiiiiiiiii" den Berg hinunter und wollen diese natürlich "nochmal". Im Laden angekommen schnappen sie sich sofort jede einen Kindereinkaufswagen und schieben diese rasend schnell durch den Laden. Zunächst geht es zum Obst- und Gemüsestand. Paula liebt es, hier und da mal Weintrauben oder Äpfelstückchen zu naschen und schnappt sich auch mal eine ihr unbekannte Frucht und beißt rein... und spuckt es teilweise wieder aus. Da das aber ihre einzige Obstzufuhr ist und sie alles andere verweigert, lasse ich das durchgehen. Johanna lehnt selbst jegliche Kostproben konsequent ab. Für den Papi packen wir dann zusammen Äpfel in den Wagen. Die Sorte suchen sie selber aus und sie versuchen immer die ersten vier Äpfel mitzuzählen. Beim Gemüse muss ich immer sehr aufpassen, dass die Paprikaschoten, nicht zu nah an der Kante liegen und damit erreichbar sind, denn sonst schnappt sich jede eine Schote, beißt rein, lutscht den "Saft" aus und spuckt die Schale wieder aus. Egal, wo sie sind. Es gab schon manche Paprika-Kleckerspuren durch den ganzen Laden und an der Kasse abgenagte Reste auf dem Band. Nach dem Gemüse rennen beide mit ihren Wagen weiter, biegen um die Ecke, halten Ausschau nach einem Tritthocker, auf den sie drauf klettern können oder vergessenen Leitern und rennen dann weiter zum Kühlregal. Da packen sie "lleine" die richtige Packung Schmelzkäseecken in den Wagen, fragen höflich nach, ob ich auch Eier kaufen möchte und widmen sich ihrem Lieblingseinkaufobjekt: der Butter. Da zeigen sie auf alle Butterstückchen der Reihe nach und sagen bei den Sorten, die wir nicht verwenden "Nein, Nein", wählen sich die goldene "Alsana" aus und packen davon jede ein Stück in den Wagen "Hanna eins, Hanna eins" wurde seit Neuesten zu "Hanna eins, Pawa eins". Eigentlich wollen sie möglichst alle Stücke in ihren Wagen stapeln und bohren auch öfter mal mit ihrem Fingern Löcher in die Stücke. Wenn dann alle Diskussionen um die zwei Butterstücken abgeschlossen sind und ich schon halb schweißgebadet versuche, mich zu erinnern, was wir eigentlich alles noch brauchen und die Sachen nebenbei einpacke, toben die beiden weiter zu einem Korb mit Müsli, der mit gelben Tüllstoff dekoriert ist. Darin wickeln sie sich erstmal ein und spielen Verstecken. Die nächste Attraktion war bisher ein Tisch, auf dem verschiedenen Schaffelle angeboten worden sind. Die mussten natürlich alle gestreichelt werden und "Määh" gesagt werden. Dann wird es wieder gefährlich. Beide gehen zum Regal mit den Tomatensaucen und wollen unbedingt "Rapunzel Toscana-Sauce" in der Familienpackung kaufen und "leinne" (was sonst?) in den Wagen tun. Wenn ich da nicht schnell genug bin, oder gerade damit zu tun habe, eine vom mit dem Wagen ins Weinregal rasen abhalte, dann geht da auch mal ein Glas kaputt. Vor kurzem hatten sie auch sehr viel Spaß dabei, mir einfach auszureißen und sich einzeln zu verstecken. Johanna verschwand wie der Blitz im Büro, weil da die Tür offen stand, kletterte auf den Drehstuhl, starrte auf den Monitor und versuchte an die Maus ranzukommen. Paula verkroch sich in der Zwischenzeit unter dem Schaffelltisch und von da aus krabbelte sie von hinten in ein Kühlregal. An diesem Tag wuchs mir ein neues weißes Haar. Später, am Wurst- und Käsestand suchen sie sich ihre Leberwurst, Teewurst und Käse selber aus und zeigen entweder drauf oder sagen, was sie wollen. Je nach Dame hinterm Tresen, werden sie auch verstanden. Manche Verkäufer könne sie gut leiden, die werden immer mit einemm "Hallu" begrüßt. Am Brotstand haben sie meist keine Geduld mehr zu warten und verziehen sich jauchzend zu ihrem Lieblingsregal: Weleda Probetuben in bunten Farben, die eifrig sortiert werden. Vorher waren es die Kerzen. Da bin ich ganz froh, dass sie die Phase nicht mehr haben. Bei den Tuben kann wenigstens nichts kaputt gehen. Ich stoße dann wieder dazu, wenn die Brötchen eingetütet sind und die Kinder rufen schon, wenn sie mich sehen"offröm" (=aufräumen) und beheben ihr Chaos selber, rennen zu den Kekstüten und müssen sich leider anhören, dass wir keine Kekse kaufen und noch welche zu Hause haben. Zu Hause haben sie zum Glück das Thema Kekse meist wieder vergessen. Dann endlich schieben sie die Wagen zur Kasse, packen alles aufs Band und rennen davon. Klettern aufs Hochbett, dessen Leiter extra in der Mitte erst anfängt, so dass eigentlich nur die "Großen" da hoch klettern können und wollen da oben mit den Schiebeenten spielen. Von oben treiben sie mich an, dass ich mich beeilen soll. Manchmal wollen sie auch mitten im Bezahlen und Einpacken plötzlich wieder runter... Wenn alles verstaut ist, müssen sie sich noch auf die Bank setzten, in die Hände klatschen und "AMEN" rufen, ( Was sonst?) die Enten "heija" machen schicken, Johanna noch eine Runde auf dem Schaukelpferd reiten und Paula die Wagen wegräumen. Wieder draußen bin ich meist nur von der Schadensbegrenzung und Kinder halbwegs in Schach halten ziemlich geschafft und habe in dem Trubel die Hälfte vergessen. Vor allem Dinge, die wir nur selten kaufen.
Und das alles willst du aus purer Gewinnsucht, lieber Malte Biobandit, nicht mehr in deinem Laden erleben und dulden?
Mittwoch, 17. September 2008
September 2007
Seit September 2007 (nach unserer Rückkehr aus Italien) konnten wir endlich unser lang ersehntes, supergeniales amerikanisches Windelsystem benutzen, was ich nur allen wickelnden Eltern wärmsten empfehlen kann. Bunte Farbenpracht schmückt seitdem täglich unsere Waschmaschine, die Leiter zum Hochbett, die Heizkörper und den Wäschständer und natürlich die Kinderpopos. Der Umstieg von Moltex und anderen Wegwerfwindeln, die wir bis dahin benutzten, weil unser ursprünglich angedachtes Stoffwickelsystem für die klitzekleinen und zarten Neugeborenenpos zu groß war und auf Dauer auch nicht durchzuhalten war, war eine große Erleichterung und machte allen Beteiligten viel Spaß. Mit Fuzzi Bunz und Bum Genius wickelt es sich noch viel schneller, weicher, ökologischer und eben farbenfroher. Im Nachhinein finde ich die Fuzzies unübertreffbar. Bum Genius sind nicht schlecht, haben aber ihre Nachteile (Klettverschlüsse können die Kinder frühzeitig selber öffnen und sie verfusseln trotz Waschkletts nach einiger Zeit. Sie sind auch nicht so schön weich und fluffig wie die Fuzzies. Aber macht nix. Wir haben nur 5 Stück davon, für Fremd- und Seltenwickler sind sie eben gut zu handhaben auch bei wilden Kindern und sie sind größenverstellbar.)
Unser Spieldreieck haben wir zum Zelt umgebaut, was sich seitdem großer Beliebtheit erfreut und eifrig zum Versteckspielen, Kuscheln und Toben genutzt wird. Hier krabbelt Paula gerade raus. (13.09.07).
Alle Ecken der Wohnung wurden von den Kindern mittlerweile in Beschlag genommen. Selbst das Hochbett war keine kinderfreie Zone mehr. Seit Mitte September kamen beide mühelos und voller Freude alleine die Leiter hoch und betrachteten die Welt von oben. Nachdem beinahe ein schlimmer Unfall passiert ist, haben wir die Leiter fixiert. Ich war kurz im Arbeitszimmer, beide Kinder an der Leiter. Plötzlich gab es einen lauten Knall, die Tür fiel ins Schloß und aus dem Zimmer kam ein Riesengebrüll. Ich wollte die Tür öffnen, was aber nur sehr schwer ging, da die Leiter gegen die Tür gefallen war, Paula unter der Leiter lag, Johanna obendrauf und ich Angst hatte, dass wenn ich es mit Gewalt probiere, ich dann Paula noch mehr wehtun würde... Paula hatte es dann zum Glück irgendwie selbst geschafft, von der Tür wegzukommen, so dass ich die Tür öffnen konnte und Johanna mir schnappen konnte. Ihr wurdet gut beschützt und wir hatten alle nur einen Riesenschreck bekommen, nichtmal Beulen oder Schrammen und kuschelten den ganzen restlichen Tag miteinander und spielten nicht ganz so aufregende Spielchen. Die Kinder sagten in der Zeit bewußt "Mamamama" und "Pappapappapp". Paula wollte sehr oft Geschichten erzählt und vorgelesen bekommen, kuschelt sich dazu auf meinen Schoß und kann bei der "Raupe Nimmersatt" zeigen, wo der "Lolli" ist. Johanna hat keine Geduld für solche Dinge. Sie kennt von dem Buch nur die Sonne auf den ersten Seiten, dann hat sie meist wichtigeres zu tun, oder muss wieder ihrem Bewegungsdrang nachgehen. Wenn ich kurze Geschichte mit Fingerpuppen vorspiele, durchleben beide die Geschichten emotional mit und lachen über Lustiges oder weinen an "dramatischen" Stellen.
Wir hatten ein paar Tage Besuch von Chrisi, Jan und Magdalena, die auf dem Rückweg von der Ostsee auf einen Abschiedbesuch vor ihrer Ausreise nach Nigeria vorbeikamen. (Elias war schon mit den Großeltern mitgefahren). Es war eine intensive gemeinsame Zeit vor dem großen und langen Abschied. Ich fand es sehr schön, etwas Zeit mit Magdalena, meinem Patenkind verbringen zu können und Chrisi konnte ihr neues Patenkind Johanna noch etwas kennenlernen. Die drei Kleinstkinder zusammen waren sehr lustig. Wer mehr wissen möchte, was Christine und Jan mit beiden Kindern in Nigeria tun, klickt bitte auf diesen Satz. Hier gibt es den ersten Rundbrief aus Mubi/Nigeria zu lesen.
Und hier noch ein Bild vom gemeinsamen Kindermittagsbrei:
Paula möchte am Liebsten den ganzen Tag nur schaukeln und ist nicht zu bremsen. Und wehe, ich schubse nicht genug ab. (Heute hat sie Angst davor.)
Ein Wochenende im September waren wir in Wilsdruff zu Besuch. Mit dem "Nonno" habt ihr wieder viel Spaß gemacht. In Wilsdruff geht es Euch immer so gut, da dürft ihr auf dem großen Tisch rumkrabbeln und an den ganzen Glöckchen läuten. Johanna bekam noch in Wilsdruff plötzlich hohes Fieber, Paula dann in Leipzig einen Tag später. Ihr wart extrem jammrig und Mama-anhänglich und nach drei Tagen war der Streß zum Glück wieder vorbei.
Am nächsten Wochenende wollte ich endlich mal ein paar Stunden am Stück an meiner Übersetzung arbeiten und Markus spielte mit Euch. Mir fiel es extrem schwer, mich von Euch zurückzuziehen und nicht ständig zu lauschen, was gerade los ist und mitzuspielen. Außerdem hatte ich seit eurer Geburt nicht mehr so lange still auf einem Stuhl oder an einem Schreibtisch gesessen und hatte hinterher schreckliche Rückenschmerzen.
Es wurde langsam Herbst und wir mussten uns alle wieder an das viele Sachen anziehen und Fußsäcke im Kinderwagen gewöhnen. Ich war mit den Kindern in der Innenstadt unterwegs und hatte diversen Kram zu besorgen, als ich irgendwann schon fast auf dem Rückweg bemerkte, das Johanna einen Schuh (Lederkrabbelschuhe- Bobux) samt Strumpf verloren hatte. Ich suchte an allen Orten, an denen ich war, aber fand nichts. Als ich dann zurück nach Hause die Karli langlief, wurde ich aller drei Passanten nach dem fehlenden Schuh angesprochen und musste mir Vorwürfe über Vorwürfe anhören, wie ich doch ein kleines Kind bei dem Wetter ohne Schuhe rumfahren lassen könne..... GRRRRRR! Das Schuhproblem lösten wir dann erst Anfang Oktober und kauften die ersten richtigen Lauflernschuhe, die euch den ganzen Winter begleiteten (Gr.20).
In der Küche steht ihr jetzt immer im Laufgitter und beobachtet und kommentiert alles in fast unverständlicher Brabbelsprache.
Und hier noch ein Bild vom gemeinsamen Kindermittagsbrei:
Es wurde langsam Herbst und wir mussten uns alle wieder an das viele Sachen anziehen und Fußsäcke im Kinderwagen gewöhnen. Ich war mit den Kindern in der Innenstadt unterwegs und hatte diversen Kram zu besorgen, als ich irgendwann schon fast auf dem Rückweg bemerkte, das Johanna einen Schuh (Lederkrabbelschuhe- Bobux) samt Strumpf verloren hatte. Ich suchte an allen Orten, an denen ich war, aber fand nichts. Als ich dann zurück nach Hause die Karli langlief, wurde ich aller drei Passanten nach dem fehlenden Schuh angesprochen und musste mir Vorwürfe über Vorwürfe anhören, wie ich doch ein kleines Kind bei dem Wetter ohne Schuhe rumfahren lassen könne..... GRRRRRR! Das Schuhproblem lösten wir dann erst Anfang Oktober und kauften die ersten richtigen Lauflernschuhe, die euch den ganzen Winter begleiteten (Gr.20).
Labels:
Heute vor einem Jahr,
Paten
Geschwisterliebe
Außerdem haben ihr Euch mal wieder zum Beißen gern. Nachdem es im Frühjahr des Jahres schon einmal eine schlimme Beißphase gab, in der ihr Euch bei kleineren Konflikten, meist aus Eifersucht um den Besitz der Mama, gebissen habt und sich das zwischendurch schon lange wieder gelegt hatte, läuft gerade eine neue Beißphase. Diesmal eher bei Konflikten um Spielzeug (z.B. wenn Johanna auf Paulas Auto sitzt und umgekehrt). Wochenweise wechselt sich gerade ab, wer wen beißt. Johanna hat gerade mal wieder Beißpause, dafür beißt Paula des öfteren zu. Es bleiben richtige Zahnabdrücke an Handrücken, Armen, je nach dem welchesn Körperteil ihr eben so erwischt im Gerangel. Bei uns gilt die Regel, 'Wer zankt und beißt, kann nicht mit uns spielen und muss als Strafe ins Bett.' (vorzugsweise in Paulas Bett, denn da kann man das Schlupfloch zumachen und ihr kommt nicht von alleine raus). So schön die Regel von uns erdacht ist: sie funktioniert nicht. Wenn ich eine von Euch ins Bett verbanne, fühlt sich eher die andere trotz Schmerz bestraft und der Beißerin macht es meist nicht viel aus. Ihr könnt und wollt euch nicht trennen und habt zwar eine schmerzenden Bißwunde, seid aber der anderen nie böse, sondern küsst und streichelt euch noch zum Trost, wenn ich die Beißerin bestrafe und schleppt Spielzeug, Schnuller und Gall-galls zum Bett... Es ist zum Verzeifeln und ich hoffe auf baldige Annahme von wenigstens etwas Vernunft in diesem Punkt.
Denn eigentlich seid ihr unzertrennlich und habt euch sehr lieb. Ihr könnt nicht ohne einander sein, nehmt euch ständig an der Hand, küsst euch ab, streichelt euch, spielt ständig im gleichen Raum mit dem gleichen Spielzeugund miest mit Körperkontakt, teilt gerecht Dinge zu, habt die gleichen Interessen, achtet darauf, dass auch die andere genug abbekommt, usw. Dass ihr euch mal mit unterschiedlichen Dingen an unterschiedlichen Orten beschäftigt habt gab es bisher vielleicht zwei bis drei Mal. Einmal am Lusthaus, da saß Johanna im Sandkasen und spielte vor sich hin und Paula sortierte Steine und Muscheln am Wasserhahn.
Eure Zweisamkeit weitet ihr zur Zeit auch oft aus zur Dreisamkeit mit "Ronn". Jetzt hockt ihr meist zu dritt eng nebeneinander und spielt mit Duplo, Playmobil, den Steckbausteinen oder mit den Tierfiguren.
Labels:
Alltägliches,
Tagespflege
Samstag, 13. September 2008
Zwergen-Amen
Heute gab es ein großes Wiedersehen am Lusthaus mit "Nonno" und "Nonna". Sogar euer Onkel Matthias und eure Cousine Amalia waren mit dabei. Neben Stöckchen ins Feuer werfen hattet ihr wieder im Sand viel zu tun. Es gab Kastanien (Paula:"Stein", Johanna:"Nni-e") zum Sammeln. Durch den eisigen Wind konnten wir aber nicht draußen essen und sind nachmittags vom Berg gestiegen und an der Mulde spazieren gewesen. Da war es richtig schön. Ihr stapft mit Begeisterung durch den Wald und sucht die größten Stöcke aus, platscht damit in Wasserläufen und Quellen und kuschelt auch ganz gerne mal zwischendurch auf unseren Rücken. Später waren wir noch auf dem schönen Spielplatz zum Rutschen, Schaukeln und Wippen. Ihr hattet eure "Autos" (Pucky Wutsch) mit und fuhrt damit "nell, nell" die Berge rauf und runter.
Donnerstag, 11. September 2008
Der Winter kann kommen
Da ich ja überhaupt kein Freund des kalten und trüben Wetters bin und viel lieber in südlicheren Gefilden leben würde als im regenreichen Mitteleuropa, es zunehmend kälter und früher dunkler wird und unser Sachenvorrat stark zur Neige ging, machte ich mir schon Sorgen um die Wohltemperierung und Ausstaffierung der lieben Kleinen, die so ungeheuerlich schnell wachsen. Nach diversen unerfreulichen Internetrecherchen über aktuelle Kinderwintersachen (teilweise sehr schön, nicht nur rosa, aber immer schweineteuer!) waren wir gestern im Secondhandladen einkaufen. Eine andere Zwillingsmutter hatte zuvor einen Berg Sachen da abgegeben. Mit den Kindern Sachen einkaufen zu gehen ist ein Riesenspaß! Die eitlen, kleinen Damen suchen sich völlig selbstständig Dinge aus, die nicht nur gut aussehen und teilweise etwas zu groß sind, sie haben ein geschultes Auge für Sachen die doppelt da sind und die ich völlig übersehen hatte. Jedenfalls sind die Mädchen jetzt stolze Besitzerinnen von zwei Paar Schneehosen, Fleecejacken, Schals, Mützen und Hosen. Heute setzten wir den Einkaufbummel fort und kauften (dank unserem großzügigen LVZ-Probeabo bekommen wir gerade massenhaft Beilagenblätter mit schöner bunter Werbung und tollen Sonderangeboten...) noch zwei sehr schöne und warme Winterparkas. Auch da machte es den Kindern großen Spaß, Jacken selber auszusuchen, Farben zu benennen und zuzuordnen, Jacken anzuprobieren und Schuhe durchs Kaufhaus zu schleppen. Das kann noch heiter werden, wenn sie später mitdiskutieren und den Stil diktieren wollen. Da kann ich dann wahrscheinlich nicht mehr die Winterkollektion des Vorjahres empfehlen, damit es bezahlbar bleibt! Und ich hoffe auf eine nicht zu schmerzvolle Rosaphase. Für uns alle.
Abendliche Präsentation der schicken Hosen (Größe 104 für eigentlich 3-4 Jährige!) für den Papi
Abendliche Präsentation der schicken Hosen (Größe 104 für eigentlich 3-4 Jährige!) für den Papivon vorn...
Dienstag, 9. September 2008
AMEN!
Amen ist euer Lieblingswort und war neben "Kette" und "Mama" mit eins eurer ersten Worte im letzten Herbst (2007) .
Ihr sagt es in fast jeder Situation:
- im Treppenhaus beim hoch- und runterlaufen (teilweise mit richtigen Choreographien und Tanzeinlagen)
- auf allen möglichen Sitzgelegenheiten draußen (Bänke, hohe Bordsteinkanten, Plastik am Fockebergaufgang, Portale mit Nieschen wie z.B. am Lusthaus, ...). Wenn wir an so einem "Amen-Platz" vorbeikommen, müsst ihr immer anhalten, draufklettern, klatschen und "Amen" sagen.
- unbedingt vor dem Essen, zwischendurch und danach...
- in Kirchen
- Wenn ich Euch frage: "Was sagt man da? und eigentlich ein "Danke" erwarte.
- abends im Bett beim Beten
... da klatscht ihr in die Hände und sagt "AMEN!" mit Elan und Nachdruck.
Wir singen vor dem Essen immer "Vom Aufgang der Sonne" mit Bewegungen. Da kommt es wohl urspünglich her.
Getoppt wurde "Amen" höchstens im Frührjahr diesen Jahres, um Ostern herum, von "Halleluja". Ihr wolltet ständig Lieder hören und singen, in denen so viele "Hallelujas" wie möglich vorkommen und wurdet richtig böse, wenn ein Lied zu Ende war oder wenn in einem Lied kein "Halleluja" im Text enthalten war. Bei den "Sternchen", der Krabbelgruppe der Bethlehemgemeinde, wurdet ihr in dieser Zeit nur "the Halleluja Sisters" genannt und das Liedrepertoire der Gruppe hat sich mit einschlägigen Liedern erstaunlich erweitert.
Jetzt ist die Halleluja-Phase etwas abgeebbt. Ihr werdet nur sehr ungehalten,wenn im Gottesdienst ein Lied zu schnell zuende ist und ihr mehr erwartet habt. Da sitzt ihr auf der Kirchenbank und klatscht und singt und brummt mit und wackelt hin und her. Und wehe, wenn nicht alle 15 Strophen von "Geh aus mein Herz und suche Freud" gesungen werden. Hier ein posthumer Dank an Paul Gerhardt und seine schönen langen Lieder!
Ihr sagt es in fast jeder Situation:
- im Treppenhaus beim hoch- und runterlaufen (teilweise mit richtigen Choreographien und Tanzeinlagen)
- auf allen möglichen Sitzgelegenheiten draußen (Bänke, hohe Bordsteinkanten, Plastik am Fockebergaufgang, Portale mit Nieschen wie z.B. am Lusthaus, ...). Wenn wir an so einem "Amen-Platz" vorbeikommen, müsst ihr immer anhalten, draufklettern, klatschen und "Amen" sagen.
- unbedingt vor dem Essen, zwischendurch und danach...
- in Kirchen
- Wenn ich Euch frage: "Was sagt man da? und eigentlich ein "Danke" erwarte.
- abends im Bett beim Beten
... da klatscht ihr in die Hände und sagt "AMEN!" mit Elan und Nachdruck.
Wir singen vor dem Essen immer "Vom Aufgang der Sonne" mit Bewegungen. Da kommt es wohl urspünglich her.
Getoppt wurde "Amen" höchstens im Frührjahr diesen Jahres, um Ostern herum, von "Halleluja". Ihr wolltet ständig Lieder hören und singen, in denen so viele "Hallelujas" wie möglich vorkommen und wurdet richtig böse, wenn ein Lied zu Ende war oder wenn in einem Lied kein "Halleluja" im Text enthalten war. Bei den "Sternchen", der Krabbelgruppe der Bethlehemgemeinde, wurdet ihr in dieser Zeit nur "the Halleluja Sisters" genannt und das Liedrepertoire der Gruppe hat sich mit einschlägigen Liedern erstaunlich erweitert.
Jetzt ist die Halleluja-Phase etwas abgeebbt. Ihr werdet nur sehr ungehalten,wenn im Gottesdienst ein Lied zu schnell zuende ist und ihr mehr erwartet habt. Da sitzt ihr auf der Kirchenbank und klatscht und singt und brummt mit und wackelt hin und her. Und wehe, wenn nicht alle 15 Strophen von "Geh aus mein Herz und suche Freud" gesungen werden. Hier ein posthumer Dank an Paul Gerhardt und seine schönen langen Lieder!
Sonntag, 7. September 2008
Ein Sommertag am See
Den gestrigen Tag verbrachten wir nach einem gemütlichen Frühstück mit Waldmeisterpudding (Paula: "Rot, Rot!") und anderen leckeren Dingen am Brombachsee. Die Schwimmlaune war anfangs etwas durch Mittagsmüdigkeit getrübt, aber nach einem kurzen Schlaf im Wagen ging das Platschen, Schwimmen, im Wasser spielen und im Sand graben richtig los. Es war teilweise so sonnig, dass Markus sich einen letzten Sonnenbrand für dieses Jahr geholt hat. Am späten nachmittag wurde es dann aber etwas trübe und regnerisch. Wir tobten noch eine Weile über den schönen kleinen Spielplatz am See und liefen am Seeufer entlang bis zum Damm. Auf dem Rückweg im Wald schlief Johanna im Wagen kurz ein und Paula meckerte etwas rum. Als ich sie fragte, was denn los sei, meinte sie trocken "Bein kalt!". 
Mehr Bilder und einen Bericht vom Tage verfasst von "Lilili" gibt es hier, wenn ihr auf diesen Satz klickt.
Heute sind wir mittags schon wieder zurückgefahren, machten noch einen kleinen Abstecher zum Lusthaus, spielten im Sand und im Wald. Morgen geht der Alltag wieder los, aber mit Bräune (bzw. Röte) auf der Haut, frischem Wind in den Haaren, immer noch einigen Sandkörnchen an den Füßen und voller schöner Erinnerungen. Die Kinder werden sich wieder umgewöhnen müssen, dass der "Pappppi" wieder tagsüber im Büro verschwindet. Wir haben die Tage zusammen sehr genossen.
Und hier nun doch noch ein paar Bilder vom Spätsommerglück:
da wollten die Kinder natürlich auch mal drauf - "leine" (alleine)
Paulas Wippen wurde auch immer lässiger...
...und Johanna lies auch keine Richtung aus.
Paula mit ihrer "Lilili"



das "offizielle" Familienfoto
Zwei Wasserratten, die auch abends in der Wanne kaum genug kriegen können.
Cecilys neuer Bettvorleger- farblich abgestimmt.
Elektrikerkind Paula kümmerte sich rührend um sämtliche elektrischen Anlagen ihrer Patentante. Hier die Funktionskontrolle der Leselampe am Bett.
Heute sind wir mittags schon wieder zurückgefahren, machten noch einen kleinen Abstecher zum Lusthaus, spielten im Sand und im Wald. Morgen geht der Alltag wieder los, aber mit Bräune (bzw. Röte) auf der Haut, frischem Wind in den Haaren, immer noch einigen Sandkörnchen an den Füßen und voller schöner Erinnerungen. Die Kinder werden sich wieder umgewöhnen müssen, dass der "Pappppi" wieder tagsüber im Büro verschwindet. Wir haben die Tage zusammen sehr genossen.
Und hier nun doch noch ein paar Bilder vom Spätsommerglück:
Abonnieren
Posts (Atom)


