Neben zwei schönen Patentantenbesuchen von der Cecily, deren Aufnahmen der drei singenenden Kinderlein Femke, Johanna und Paula hier zu hören und zu sehen sind, ...
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Mittwoch, 20. Januar 2010
Dezember 2009 - Januar 2010
Neben zwei schönen Patentantenbesuchen von der Cecily, deren Aufnahmen der drei singenenden Kinderlein Femke, Johanna und Paula hier zu hören und zu sehen sind, ...
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Dienstag, 4. August 2009
Noch mehr Freiheit!
Nach 999 Tagen hinter Gittern durftet ihr endlich in einem gitterlosen Bett schlafen.
Johannas Bett war noch auseinadergeschraubt. Aber sie durfte bei der Paula schon Mal mit rein.
Nachdem ich die Betten schon mehrmals umbauen wollte und immer auf euren erbitterten Widerstand getroffen bin und ihr mir eure konservative Meinung lautstark vermittelt habt, wolltet ihr plötzlich ein "großes Bett". Gestern kam unser Haushandwerker aus Cahnsdorf eingeflogen und erfüllte euch den Wunsch.
Die erste Nacht in Freiheit schlummertet ihr süß, fast ohne "Theater" und relativ zeitig. Dafür habt ihr heute auf die erste gitterlose Mittagsruhe verzichtet. Aber ihr seid ganz stolz auf eure Betten und erzählt es allen, die ihr trefft.
Die erste Nacht in Freiheit schlummertet ihr süß, fast ohne "Theater" und relativ zeitig. Dafür habt ihr heute auf die erste gitterlose Mittagsruhe verzichtet. Aber ihr seid ganz stolz auf eure Betten und erzählt es allen, die ihr trefft.
1000 Tage
Heute seid ihr genau 1000 Tage oder 86 Billiarden und 400 Billionen Nanosekunden alt. -
1000 Mal seid ihr abends eingeschlafen (mal eher, mal später, mal mit, mal ohne "Theater"...),
1000 Mal seid ihr früh aufgewacht (das eigentlich immer "eher später" zu meiner großen Freude),
1000 Mal habt ihr früh eine Flasche getrunken (naja, am Anfang wars eine Brust), ...
Die Liste der täglichen Beschäftigungen ließe sich noch lange fortführen.
Seit 1000 Tagen mache ich nichts anderes, als für Euch da zu sein, Euch zu trösten, zu versorgen, mit Euch zu spielen, zu kuscheln, vorzulesen, wickeln, Welt erklären, füttern... Ich habe an allen Tagen Euer Lachen und Weinen gehört und gesehen. Und ich hätte nie gedacht, dass es fast nichts Schöneres geben kann, als sich wie eine Elipse um zwei kleine Mittelpunkte zu drehen.
1000 Mal seid ihr abends eingeschlafen (mal eher, mal später, mal mit, mal ohne "Theater"...),
1000 Mal seid ihr früh aufgewacht (das eigentlich immer "eher später" zu meiner großen Freude),
1000 Mal habt ihr früh eine Flasche getrunken (naja, am Anfang wars eine Brust), ...
Die Liste der täglichen Beschäftigungen ließe sich noch lange fortführen.
Seit 1000 Tagen mache ich nichts anderes, als für Euch da zu sein, Euch zu trösten, zu versorgen, mit Euch zu spielen, zu kuscheln, vorzulesen, wickeln, Welt erklären, füttern... Ich habe an allen Tagen Euer Lachen und Weinen gehört und gesehen. Und ich hätte nie gedacht, dass es fast nichts Schöneres geben kann, als sich wie eine Elipse um zwei kleine Mittelpunkte zu drehen.
Große Freiheit
Es ist Sommer. Und wir genießen die letzten Tage der großen Freiheit in großer Freiheit ohne Termine und mit intensiven "in-den-Tag-hinein- leben": lange Schlafen, spät frühstücken, draußen rumräubern, mal kurze oder lange Mittagspausen, nachmittags mit anderen Kindern spielen, an den See fahren, am Wochenende ans Lusthaus fahren, und spät, manchmal sehr spät ins Bett gehen ...
Am Freitag ist damit Schluß. Dann wird die Freiheit vorrübergehen noch größer. Wir sind schon alle ganz gespannt auf den Urlaub in Italien. Danach bricht für uns alle eine neue Epoche an. Für die Kinder beginnt der "Ernst des Lebens". Der Kindergarten beginnt mit einer Andacht am Montag, 17. August um 8 Uhr. Alles wird anders- der Tag wird völlig durchgeplant und geregelt sein. Und ich werde zum Mamataxi mit vielen anderen Terminen und Arbeitszeiten.
Am Freitag ist damit Schluß. Dann wird die Freiheit vorrübergehen noch größer. Wir sind schon alle ganz gespannt auf den Urlaub in Italien. Danach bricht für uns alle eine neue Epoche an. Für die Kinder beginnt der "Ernst des Lebens". Der Kindergarten beginnt mit einer Andacht am Montag, 17. August um 8 Uhr. Alles wird anders- der Tag wird völlig durchgeplant und geregelt sein. Und ich werde zum Mamataxi mit vielen anderen Terminen und Arbeitszeiten.
Sonntag, 28. Juni 2009
Alles Neu macht der... äh... Juni
Mitte Juni war erstmal das letzte Mal "Trommelrudi". Der Kurs fehlt Euch sehr. Jeden Tag spielt ihr eine Runde Trommelrudi zu Hause. Und euer Zeitsystem ist ohne Trommelrudi ganz durcheinader geraten. Ihr könnt Euch plötzlich nicht mehr richtig innerhalb der Woche zeitlich orientieren und verwechselt die Wochentage. Dafür singt ihr ganz oft "Und wer im Januar... Geburtstag hat, tritt ein..." und könnt dadurch alle Monatsnamen in der richtigen Reihenfolge und wisst, wer in welchem Monat von der näheren und ferneren Verwandtschaft und Freunden Geburtstag hat.
Beim letzten Trommelrudikurs wart ihr nachmittags erstmals ohne Windeln dort - auf euren Wunsch hin. Nur auf dem Rückweg passierte dann ein Malheur nach dem anderen... Ich musste für meine kommenden Vorträge noch Kopierfolien kaufen. Ich bezahlte die gerade an der Kasse als ich Euch kichern hörte und Euch durch eine große Pfütze mitten in dem Bürobedarfsladen juchzend rennen sah. Da hatte Paula Unmengen hingepullert und ihr fandet es einfach nur lustig. Ich nicht. Dann draußen vor dem Laden mitten im strömenden Regen und mitten auf der Karli saß Paula erst einmal auf dem Topf (die hatte ich zum Glück mit) und pullerte weiter. Ich zog sie um. Johanna saß auf dem zweiten Topf mitten auf der Straße und sang "Der Trommelrudi sagt Guten Tag..." und pullerte dabei sooooo unglaublich viel, dass der Topf nicht ganz ausreichte... Vor allem die Entsorgung der Topfinhalte war dann noch ein kleineres Problem mitten in einer Straße ohne Grün. Aber schließlich fand ich einen Schleusendeckel. Dann ca. 20 Meter weiter hielten wir in einem anderen Laden an. Ich wollte gerade bezahlen, da drückte sich Paula so an mein Bein und ich roch liebliche Düfte! Also, im Laden nach einem Klo fragen, Schlüpfer leeren (nochmal Neue hate ich nun wirklich nicht einstecken), nochmal pullern und weiter... weitere 20 Meter weiter im Lebensmittelladen stank dann Johanna - gleiche Prozedur und weiter gings im Regen nach Hause.
Mittlerweile- zwei Wochen später- klappt es besser mit dem Töpfchen und dem Klo. Ihr seid tagsüber mehr oder weniger sauber. Auch nachmittags und auch wenn wir unterwegs sind. Zumindest was das Pullern betrifft. Die Steuerung eures Schließmuskels beherrscht ihr nach wie vor nicht richtig. Windeln habt ihr aber nur noch Nachts und beim Mittagsschlaf - sicherhheitshalber.
Innerhalb von wenigen Tagen habt ihr Euch rasend schnell entwickelt:
- Euer Hirn braucht ständig neues "Futter": Ich soll Euch Bücher vorlesen, Geschichten erzählen (aber bitte nicht zu emotionale Dinge, das haltet ihr nicht durch) und dann wollt ihr sie nochmal hören und schon beim Dritten Mal unterbrecht ihr mich und wollt den Text selber "weiterlesen" und könnt ganze Passagen auswendig rezitieren. Ihr könnt einige Bücher fast auswendig, schnappt Liedstrophen ganz schnell auf vermischt diese mit eurem Wissen und komponiert so ganze Geschichten, Lieder und Spiele neu.
- Ihr erkennt unterwegs z.B. Buchstaben und Zahlen auf Werbetafeln und kommetiert diese: "Das ist ein Jud." - ein Komma auf der Werbetafel beim Bäcker oder "Das ist eine Neun!" - ein Kringel auf eurem Teppich im Kinderzimmer, der wirklich wie eine 9 aussieht oder Zahlen auf der Uhr ...
- Unser Aktionsradius hat sich wieder einmal erweitert, weil ihr Laufrad fahrt, wie der Blitz und ich nur hinterherjoggen kann und darauf vertraue, dass ihr wirklich an der Straße zeitig genug anhaltet. Dabei kennt ihr ganz viele Straßen unserer näheren Umgebung beim Namen.
- Ihr könnt plötzlich aus der Tasse trinken!!!!!! Ein Wunder! Es geht zwar noch genug daneben, wenn ihr Euch nicht richtig konzentriert, aber die Saug-Schluck-Bewegung funktioniert!
- Ihr trinkt Kakao mit richtiger Milch aus der Tasse! Kein Milchpulver mehr!!! Nach 2 Jahren! Claus Hipp wird das nächste Opfer der Finanzkrise werden ohne uns ;-) !
- Ihr habt manchmal keine Angst vor Hunden mehr! Wenn der Abstand groß genug ist, fangt ihr nicht mehr wie sonst an, panisch zu schreien, sondern sagt plötzlich "Mein lieber Hund kommt da!" oder fragt nach dem Namen des Hundes. Die Hundebesitzer erscheinen manchmal auch plötzlich ganz freundlich.
Was soll ich sagen? Dinge, die ich nicht für möglich gehalten hatte sind einfach so ohne Zutun und Nebenbei geschehen! Der Kindergarten kann kommen! Und ihr freut Euch sogar drauf!
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