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Freitag, 17. Oktober 2008

Spielsüchtig

Fragt man die Kinder zur Zeit, was sie machen oder machen wollen, dann sagen sie "bieln" und reagieren fast genervt, dass man mit solchen banalen Fragen ihre "Arbeit" unterbricht. Mit "bieln" meinen sie gemeinsames Rumalbern, Kaspern und Toben im Gegensatz zu "baun" das eher mit speziellem Spielzeug spielen meint (die Steckbausteine und Duplo sind da die größten Favoriten), "nipp-napp" (schneiden), "maln" (malen) oder "ingen" (singen). Mit den Konsonaten ist das noch so eine Sache...
Flötenkonzerte auf Truhe, Fensterbrett und Sessel
(Johanna ist das "Wunderkind", natürlich mit blauer Flöte. Paula die "Spielsüchtige" mit roter Tröte.)

In den letzten Tagen entstanden allerlei Herbstbasteleien: Kastanien-Igel und verschiedene Tiere, zwei Laternen und Bilder aus gepressten, bunten Herbstblättern. Zwei Girlanden mit Blättern und Kastanien, die beim Kindernachmittag in der Kirche entstanden sind, schmücken ja schon länger unseren Flur. Seit heute haben die beiden auch jede eine eigene Kinderschere, die viel Begeisterung hervorruft und mit der sie je einen Schnitt auch schon alleine schneiden können, wenn ich ihnen das Papier halte. Diese Anschaffung war dringend nötig, da ich schon seit der Laternenbastelei um meine Nasenspitze fürchte.

Wir sollten über ein Doppelstockbett mal nachdenken...
... aber vermutlich würden dann doch wieder beide in einer Etage schlafen wollen...
... und synchron sich drehen und bewegen.

Vor einem Jahr war der Wagen das Geburtstaggeschenk zum 1. Geburtstag und wurde seitdem immer wieder und wieder gemeinsam bespielt. In letzter Zeit gabs immer mal Streit um den Wagen und ich habe ihn auch mal kurz versteckt. Doch zur Zeit lieben es beide, sich gegenseitig durch die Wohnung zu schieben und obwohl der Wagen so schwer ist (er wurde ja eigentlich zum Hochziehen und Laufenlernen konzipiert) kommen sie jetzt locker über alle Schwellen, Kurven und Teppichkanten.
Das Spielhaus wird auch nach wie vor ständig benutzt. Allerdings wird es für die zwei Riesinnen drin langsam zu eng.
Da kann eben nur noch eine rein und die andere muss die Post bringen.

Kurz vorm Schlafen gab es heute noch einen Tanz in unseren Betten:
"Schwesterchen, komm tanz mit mir..."
"beide Hände reich ich Dir."
"Einmal hin, einmal her, rundherum das ist nicht schwer."
Und: Husch, Husch, Husch! Ab ins Bett!

P.S.: "Ronn" war heute den letzten Tag bei uns. Das Label "Tagespflege" wird wohl in diesem Blog nicht mehr weiter auftauchen. Hier noch ein Abschiedsbild vom Goldkind.

Donnerstag, 25. September 2008

kleine Tyrannei

Zur Zeit herrscht bei uns tagsüber ziemliches Chaos. Und das von 8 Uhr bis halb Vier. "Ronn" durchlebt gerade eine "schwierige Phase" und tobt sich bei uns aus. Er provoziert und will immer alles bestimmen. Das Schlafen ist ein Riesenkampf, dass Essen noch viel mehr. Er hat gerade das Wort "Meine!" von seinen großen Geschwistern gelernt. Seitdem gestaltet sich das Spielen zu Dritt schwieriger. Die Mädchen verbünden sich gegen ihn und helfen sich gegenseitig, wenn er mit lautem "Meine"-Gebrüll ihnen etwas aus der Hand reißt. Sie legen dann von sich aus Sachen auf das Fensterbrett oder so hoch ins Regal, dass er da nicht rankommt und schicken ihn auch schon mal aus dem Zimmer raus. Und so sieht es dann aus, wenn ich mal kurz aufs Klo gehe...!

Mittwoch, 17. September 2008

Geschwisterliebe

Paula (re.) und Johanna lieben es zur Zeit, sich zu verkleiden und selber ("lleine") anzuziehen. Hier ihre schickste Hutkollektion. Beide haben großen Spaß daran, mehrmals am Tag andere Sachen anzuziehen, Schuhe anzuprobieren und Mützen aller Art aufzusetzen.

Außerdem haben ihr Euch mal wieder zum Beißen gern. Nachdem es im Frühjahr des Jahres schon einmal eine schlimme Beißphase gab, in der ihr Euch bei kleineren Konflikten, meist aus Eifersucht um den Besitz der Mama, gebissen habt und sich das zwischendurch schon lange wieder gelegt hatte, läuft gerade eine neue Beißphase. Diesmal eher bei Konflikten um Spielzeug (z.B. wenn Johanna auf Paulas Auto sitzt und umgekehrt). Wochenweise wechselt sich gerade ab, wer wen beißt. Johanna hat gerade mal wieder Beißpause, dafür beißt Paula des öfteren zu. Es bleiben richtige Zahnabdrücke an Handrücken, Armen, je nach dem welchesn Körperteil ihr eben so erwischt im Gerangel. Bei uns gilt die Regel, 'Wer zankt und beißt, kann nicht mit uns spielen und muss als Strafe ins Bett.' (vorzugsweise in Paulas Bett, denn da kann man das Schlupfloch zumachen und ihr kommt nicht von alleine raus). So schön die Regel von uns erdacht ist: sie funktioniert nicht. Wenn ich eine von Euch ins Bett verbanne, fühlt sich eher die andere trotz Schmerz bestraft und der Beißerin macht es meist nicht viel aus. Ihr könnt und wollt euch nicht trennen und habt zwar eine schmerzenden Bißwunde, seid aber der anderen nie böse, sondern küsst und streichelt euch noch zum Trost, wenn ich die Beißerin bestrafe und schleppt Spielzeug, Schnuller und Gall-galls zum Bett... Es ist zum Verzeifeln und ich hoffe auf baldige Annahme von wenigstens etwas Vernunft in diesem Punkt.
Denn eigentlich seid ihr unzertrennlich und habt euch sehr lieb. Ihr könnt nicht ohne einander sein, nehmt euch ständig an der Hand, küsst euch ab, streichelt euch, spielt ständig im gleichen Raum mit dem gleichen Spielzeugund miest mit Körperkontakt, teilt gerecht Dinge zu, habt die gleichen Interessen, achtet darauf, dass auch die andere genug abbekommt, usw. Dass ihr euch mal mit unterschiedlichen Dingen an unterschiedlichen Orten beschäftigt habt gab es bisher vielleicht zwei bis drei Mal. Einmal am Lusthaus, da saß Johanna im Sandkasen und spielte vor sich hin und Paula sortierte Steine und Muscheln am Wasserhahn.

Eure Zweisamkeit weitet ihr zur Zeit auch oft aus zur Dreisamkeit mit "Ronn". Jetzt hockt ihr meist zu dritt eng nebeneinander und spielt mit Duplo, Playmobil, den Steckbausteinen oder mit den Tierfiguren.
"Ronn", "Pawa" und "Hanna" beim Äpfel kochen und schneiden

Sonntag, 31. August 2008

Patentante "Lilili" zu Besuch

Paula mit ihrer "Lilili"
Von Montag bis Donnerstag war Paulas Patentante Cecily zu Besuch und wurde für tausend Runden "Hoppe Reiter", unzählige Male "Ringel-Ringel-Reihe"-Tanzen und viele andere Aktivitäten eingespannt. Sie wurde auch Zeuge eines spektakulären Puppenwagenrennes und waghalsigster Klettereien auf dem Spielplatz. "Ronn" war auch mit dabei und die drei gewöhnen sich aneinader und spielen auch schon schön miteinander. Es wird schon. Ab nächste Woche wirds ernst. Da muss er mittags mit bei uns schlafen.
Johanna, "Ronnn" und Paula ganz weit oben

Die Kletterkünsterinnen

Johanna "hiebt", Paula kuschelt, "Ronn" genießt den großen Wagen allein