Donnerstag, 30. Oktober 2008

"Baut euch drinnen mal ne Bude, baut euch mal ein Haus..."

Da es draußen unaufhörlich regnet und fürchterlich kalt ist müssen wir unsere Spielplatzausflüge stark verkürzen und entdecken gerade lauter neue Spiel- und Austobmöglichkeiten. Neben noch mehr Basteln und Malen, ersten Puzzles und dem Angelspiel ist gerade "Höhle baun" sehr aktuell. Nur Liebesperlen gibts keine zum Mittagessen. Die Sofakissen werden gerade zum Häuser bauen verwendet oder als Sprungturm benutzt.
Und so siehts bei uns zum Abendbrot aus. Die Kinder wollen meist nur noch eng nebeneinader auf einem Stuhl sitzen.
Hier der Grund für Paulas Lachen: "Dandin" ist zu Besuch und macht Faxen.
"Nase ab" und Trommeln - Lieblingsbeschäftigungen bei Tisch.

Dienstag, 28. Oktober 2008

Unterwegs in Magdeburg - Oktober 2006

Ende Oktober 2006 fuhren wir fast jedes Wochenende durch die Gegend und waren auch innerhalb der Woche sehr aktiv was Ausgehen, Konzertbesuche und abends Freunde treffen anging. Am 21.10. waren wir zu Besuch in Magdeburg bei Marit und Carlos und haben uns noch zwei Ausstellungen angesehen. Die eine im Dom über Taufe und Taufengel ("Tausend Jahre Taufe") und die andere im Kunsthistorischen Museum "Heiliges Römisches Reich Deutscher Nationen 962-1806. Von Otto dem Großen bis zum Ausgang des Mittelalters". Den noch ungeborenen Kindern haben wir einen Magdeburger Reiter von Playmobil mitgebracht, der bis heute noch auf sie wartet.
Im Kreuzgang des Doms zu Magdeburg
Damals waren wir noch jung und schön!
(Und so weit entfernt von unserem heutigen Leben)
Als wir wieder zu Hause waren, fanden wir ein Paket vor von meinen Großeltern mit lauter lieben (und teilweise sehr lustigen) Dingen für das Ende der Schwangerschaft. Der Doppelvater in Spe bekam zwei Störche, Schokolade und ich eine Flasche 4711 (!!!!!!!), ein Seidentuch und ein Pamphlet "Mein Beruf- Mutter", der seitdem meinen Dissarbeitsplan geschickt überdeckte. (In der neuen Wohnung habe ich ihn schon gar nicht mehr aufgehängt.)
Schon in der Schwangerschaft zählten die Nanosekunden: hier DER Bauch Anfang der 36. Schwangerschaftswoche. Nur dass die Kinder so bald schon kommen sollten, war mir am allerwenigsten bewusst...

Montag, 27. Oktober 2008

Kuschelbedürftig und wissbegierig

Hier seht ihr zwei Schmusekatzen, die neue Lieblingsplätze ausprobieren und sich vom vielen Spielen auch mal ausruhen müssen.
Meist sind die Ruhephasen aber recht kurz und enden in wilder Kasperei.
Das folgende Bild war ein Auftragswerk. Da haben sie ein paar Tage später wieder auf dem scharzen Sessel posiert und mich gerufen: "Mama, guck, Foto!" und gewartet, dass ich die Kamera hole und sie fotografiere.
Und sonst? Waren wir am Donnerstag zum Voranmelden im Kindergarten, hatten wir am Freitag und Samstag Besuch von meinem Patenkind Elias samt Schwester Luca und Mutter Kirsten, der sehr schön, aber auch ganz schön anstrengend war. Jetzt kann ich mir vorstellen, wie sich alle unsere "Besuchsopfer" wohl fühlen, wenn wir als vierköpfiger Wirbelsturm irgendwo hereinbrechen... Am Nachmittag waren wir mit "Dandin" im Zoo. Und am Sonntag waren wir ganz zeitumstellungsverwirrt einmal früh im schönsten Sonnenschein auf dem Spielplatz und einmal nachmittags mit Laternen im Dunkeln. Dazwischen haben wir gekuschelt, vorgelesen, getobt und gespielt.
Das Vokabular und der Satzbau der Kinder wird immer umfangreicher und lustiger. Heute, nachdem wir völlig durchnässt wieder reinkamen und ich ersteinmal zu tun hatte alle nassen Stiefel auszustopfen, die Sachen aufzuhängen bzw. zu waschen, schickte ich die Kinder zum Spielen in ihr Zimmer, weil sie mir ständig dazwischenquakten und bat, mich mal in Ruhe zu lassen. Darauf wiederholte Paula den Befehl nochmal für Johanna: "Bomm Hanna bieln immer Mama Ruhe." Auch sonst schnattern sie alles nach, was man so unüberlegt dahersagt. Aus "Ach, du Schreck!" wird "ach reck". Aber die meisten Worte verstehen nach wie vor wahrscheinlich nur Eingeweihte. Es ist schon verrückt, was sie einfach so aufschnappen und mitkriegen. In Cahnsdorf haben wir ja gemerkt, dass sie wunderbar bis 12 zählen können, ohne dass wir das bewusst geübt hätten. Seitdem wird alles gezählt und ständig die Zahlen angesagt (wenn auch nicht immer in der richtigen Reihenfolge). Bei Buchstaben- egal ob Hebräisch oder Deutsch- fragen sie mich immer "n das?" und wollen den Namen wissen und wissen ihn auch noch einen Tag später. Der Lieblingsbuchstabe ist gerade ein "Ring- s": ein "Samech" von unseren hebräischen Magnetbuchstaben vom Kühlschrank.

Töpfchenkuscheln


Unsere lieben Kleinen kuscheln lieber mit ihren Töpfen als dass sie diese im angedachten Sinne benutzen würden. Erst hatten sie panische Angst vor Töpfen, später, im Sommer, ging es immer mal ganz gut. Sie wollten freiwillig drauf, kündigten an, wenn sie mal mussten (meistens mittags nach dem Essen) und machten dann zwar oft vor den Topf oder irgendwohin in die Wohnung, weil sie keine Geduld hatten sooooooooooooooooo lange sitzen zu bleiben oder einfach nicht im Sitzen, sondern im Stehen ihre Geschäfte erledigen wollten und konnten. Seit einiger Zeit ist es um das Thema Topf ganz still geworden. Durch "Ronn", der mit einem Topf noch gar nichts anzufangen wusste, kam es mehr oder weniger zur Verschiebung des Problems ins rein Literarische. Es taucht nur noch in den sehr beliebten Büchern "Sir haSirim" (Der Topf der Töpfe) und dem obligatorischen "Ratatatatata" beim "Kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf dem Kopf gemacht hatte" auf. Zuweilen setzen sie sich (mit Windel und Sachen) auf den Topf, wenn ich auf Klo gehe, rücken die Töpfe ganz nah an meine Beine heran und kuscheln. Letzte Woche waren die beiden schon vormittags bald wieder müde und erfanden die unsäglichsten neuen Kuschelecken. Zum Beispiel auch im Bad. Dafür wurden sogar die Töpfe mal wieder benutzt.

Dienstag, 21. Oktober 2008

Leser des Monats

Hier veröffentlichen wir gelegentlich unseren "Leser des Monats". Der Preis geht an Leser dieses Blogs, die besonderes Interesse zeigen, aktiv kommentieren oder eifrig meine Tippfehler verbessern, etc. Vorschläge können hier eingereicht werden bzw. Bilder bitte an unsere Mailadresse senden. Für Oktober stehen die Preisträger schon fest. Den Preis teilen sich "Hanna, Emmi und Pauwa".

Montag, 20. Oktober 2008

Mal wieder: ein Geburtstag in Cahnsdorf

Am Wochenende waren wir zum Geburtstagsbesuch in Cahnsdorf. Das ist das Dorf, in dem die "Emmi" und der "Ebbi" wohnen (zur Zeit auch "Omi" und "Opa" genannt), aus dem unsere Eier kommen (die "Hienern" und ihren "Lul" samt "Gag" haben wir auch besichtigt), auf dem die Spielplätze so nah, so leer und so schön sind, auf dessen Wiesen man Pferde sehen kann, am Hag spazieren gehen kann, den Hof kehren kann, in dem es soooo viel guten Schokoladenkuchen gibt und das Dorf, wo Kinder auf Bäumen wachsen.
Johanna
Paula

Freitag, 17. Oktober 2008

Spielsüchtig

Fragt man die Kinder zur Zeit, was sie machen oder machen wollen, dann sagen sie "bieln" und reagieren fast genervt, dass man mit solchen banalen Fragen ihre "Arbeit" unterbricht. Mit "bieln" meinen sie gemeinsames Rumalbern, Kaspern und Toben im Gegensatz zu "baun" das eher mit speziellem Spielzeug spielen meint (die Steckbausteine und Duplo sind da die größten Favoriten), "nipp-napp" (schneiden), "maln" (malen) oder "ingen" (singen). Mit den Konsonaten ist das noch so eine Sache...
Flötenkonzerte auf Truhe, Fensterbrett und Sessel
(Johanna ist das "Wunderkind", natürlich mit blauer Flöte. Paula die "Spielsüchtige" mit roter Tröte.)

In den letzten Tagen entstanden allerlei Herbstbasteleien: Kastanien-Igel und verschiedene Tiere, zwei Laternen und Bilder aus gepressten, bunten Herbstblättern. Zwei Girlanden mit Blättern und Kastanien, die beim Kindernachmittag in der Kirche entstanden sind, schmücken ja schon länger unseren Flur. Seit heute haben die beiden auch jede eine eigene Kinderschere, die viel Begeisterung hervorruft und mit der sie je einen Schnitt auch schon alleine schneiden können, wenn ich ihnen das Papier halte. Diese Anschaffung war dringend nötig, da ich schon seit der Laternenbastelei um meine Nasenspitze fürchte.

Wir sollten über ein Doppelstockbett mal nachdenken...
... aber vermutlich würden dann doch wieder beide in einer Etage schlafen wollen...
... und synchron sich drehen und bewegen.

Vor einem Jahr war der Wagen das Geburtstaggeschenk zum 1. Geburtstag und wurde seitdem immer wieder und wieder gemeinsam bespielt. In letzter Zeit gabs immer mal Streit um den Wagen und ich habe ihn auch mal kurz versteckt. Doch zur Zeit lieben es beide, sich gegenseitig durch die Wohnung zu schieben und obwohl der Wagen so schwer ist (er wurde ja eigentlich zum Hochziehen und Laufenlernen konzipiert) kommen sie jetzt locker über alle Schwellen, Kurven und Teppichkanten.
Das Spielhaus wird auch nach wie vor ständig benutzt. Allerdings wird es für die zwei Riesinnen drin langsam zu eng.
Da kann eben nur noch eine rein und die andere muss die Post bringen.

Kurz vorm Schlafen gab es heute noch einen Tanz in unseren Betten:
"Schwesterchen, komm tanz mit mir..."
"beide Hände reich ich Dir."
"Einmal hin, einmal her, rundherum das ist nicht schwer."
Und: Husch, Husch, Husch! Ab ins Bett!

P.S.: "Ronn" war heute den letzten Tag bei uns. Das Label "Tagespflege" wird wohl in diesem Blog nicht mehr weiter auftauchen. Hier noch ein Abschiedsbild vom Goldkind.

Sonntag, 12. Oktober 2008

Oktober 2007

Im Oktober vergangenen Jahres waren wir an den Wochenenden wieder viel unterwegs. Meistens schwer bepackt...
Zunächst am Lusthaus am 3. Oktober in herrlichstem Sonnenschein.Am 5. Oktober fing bei Johanna abends das große Brechen an und Paula zog kurze Zeit später nach. An dem Wochenende habe ich ca. 8-9 Maschinen Wäsche gewaschen. Ihr hattet Darmgrippe und habt weder Trinken noch Medikamente drin behalten, sondern alles ausgebrochen und Durchfall gehabt. Johanna ging es ganz schlecht. Paula steckte es noch etwas besser weg. Am Sonntagabend habe ich dann den Bereitschaftsarzt gerufen. Als der kommen wollte, musste ich ihm wieder absagen, weil ihr tief und fest schlieft. Am Montag gab es dann einigen Nervenstress für mich und ständige Telefonate mit unserer Kinderarztpraxis. Am Abend kam Dr. Schwieger bei uns zu Hause vorbei. Ich hatte den ganzen Nachmittag panische Angst, dass die Kinder in die fürchterliche Uniklinik müssen... Johanna wog am Montag genau 9 kg, Paula 9,5. Die Woche über ging es aber mit Brechen und Durchfall so weiter. Kaum etwas an Flüssigkeit und Nahrung ist drin geblieben. Am Freitag wog Johanna nur noch 8800 gr und Paula 9300 gr. Am Sonnabend konntet ihr euch beim Papi in Ruhe gesund kuscheln und erst am Sonntag drauf ging euch wieder etwas besser und wir waren am Cospudener See und an der Lauer mit Sabine.
"Kette" war euer erstes Wort und euer schönstes Spielzeug in der Zeit.
Nach eurer Genesung habt ihr angefangen Dinkelkekse zu essen und damit alles zu verkrümeln und vollzuschmieren. Johanna aß abends mit Begeisterung Brot mit Wurst. Paula war da eher konservativ und blieb bei Getreide-Früchte-Brei. Innerhalb weniger Tage hattet ihr euren Gewichtsverlust wieder aufgeholt. Paula wog am Donnerstag nach der Krankheit 9800 gr und Johanna 9400 gr. (Die Wurstschnitte!!!) Paula spielte auch ab und zu mal alleine und hochkonzentriert, doch Johanna funkte ihr immer wieder dazwischen. Da gabs dann ständig Ärger und ich musste Streit schlichten. Wir waren im "Blauen Einhorn" Konzert, während Sabine auf euch aufpasste und am darauffolgenden Wochenende waren wir erst in Wilsdruff bei der Taufe von Anna Amalia und sind dann weiter nach Cahnsdorf gefahren, um da Omis 65. Geburtstag zu feiern.Romy, Täufling Amalia und Matzi in der Jakobikirche
Der Mäusebezwinger
In Cahnsdorf hattet ihr viel Spaß und viel Platz zum Toben, Krabbeln, "Kniefen", ersten Gehversuchen...
... und trommeln.
Zurück in Leipzig erlebten wir einen ganz "außergewöhnlichen Dienstag". Nicht nur dass wir völlig umsonst zu Ikea gefahren sind, wir haben auch noch meine Uhr und Paulas Schnullerkette verloren, fast den ganzen Tag gebraucht und viel Stress gehabt... Nie wieder!
Ihr habt gerade Angst vor anderen Kindern und Babys. Auch wenn sie kleiner sind als ihr. Johanna wird da richtig panisch und Paula versteckt sich entweder bei Johanna oder mir. Euch habt ihr allerdings so lieb, dass ihr immer alles gleichzeitig tun müsst (gleich essen, trinken, umdrehen im Bett...) und euch gegenseitig sucht, sollte doch mal nur eine von euch schlafen. Da könnt ihr euch gar nicht aufs Spielen konzentrieren und sucht die ganze Zeit die jeweils andere, setzt euch vor deren Bett und ruft "Ma". ("Ma-Ma" bin ich oder Markus).

Wir hatten einige Besuche im Oktober: Cecily kam vorbei, Nonno, Nonna und Martin waren da. Da wart ihr ganz aufgedreht und habt wild rumgetobt. Wir waren im Auwald und im Wildpark und ihr habt die Mäuse als vorfristiges Geburtstagsgeschenk bekommen.
Marit und Tamaya waren zu Besuch. Ihr habt euch gut verstanden, keine Angst gehabt und auch schön zusammen gespielt. Tamaya habt ihr mit vereinten Kräften den Schnuller geklaut. Und sie konnte sich nicht wehren, da sie noch nicht richtig krabbeln konnte...
So viel Spielen macht manchmal ganz schön müde.

Eure neue Lieblingstätigkeit: selber Auto fahren!

Herbst in Wilsdruff

Von Donnerstag bis Sonntag waren wir in Wilsdruff. Ich hatte meine üblichen Zahnarzttermine und bin mit den Kindern schon Donnerstagvormittag losgefahren. Sie konnten es seit früh kaum erwarten, endlich zum "Nonno" zu kommen. Der hat dann auch mit beiden gespielt während ich in Dresden war. Die "Nonna" war noch auf dem ökumenischen Pilgerweg unterwegs und kam erst abends heimgehumpelt. Am Freitag genossen wir das Kleinstadtleben. Mit "Traktor" und einem neuen "Autu" sind die beiden erst durch den Hof, dann über den Markt und von da aus bis zur Jakobikirche und wieder zurück gefahren. Nachmittags waren wir auf dem schönen Spielplatz (leere und saubere Spielplätze sind für uns Städter immer wieder eine positive Überraschung). Abends kam dann Markus auch in Wilsdruff an. Am Sonnabend waren wir zu Besuch in Dresden bei Matzi, Romy und Amalia und haben uns auch da auf einem schönen Spielplatz in der Böhmischen Straße ausgetobt. Nur leider hatten wir nie die Kamera dabei, so dass es hier noch ein paar Spielplatzbilder vom Sonntag wieder in Wilsdruff geben kann.

In Wilsduff führt uns unser Weg immer wieder in die Jakobikirche. Da sind die Kinder auch immer ganz begeistert und wissbegierig. (Sie können jetzt auch Epitaph und Ritter sagen! :) ) In der Kirche suchen sie sich einen Platz auf den Bänken, holen Liederbücher und dann müssen wir erstmal singen- "Halleluja" und "Amen" dürfen natürlich nicht fehlen.
Jakobikirche
Johanna hatte am Sonntagmittag nicht geschlafen, obwohl sie schon völlig übermüdet war. Sie musste zur Zeitüberbrückung ganz viel Quatsch machen mit dem "Nonno". Dass die Paula nicht dabei war (weil sie schlief und ganz nebenbei im Schlaf die zwei noch fehlenden oberen Eckzähne bekommen hat) fand Johanna gar nicht in Ordnung.
Paula will den ganzen Tag auf Spielplätze gehen oder einfach so "schbieln"...
oder "gein-gein" (= das schönste Wort für Schaukeln)
und das dann aber am liebsten mit der "Hanna" zusammen und in waghalsigen Positionen.
konspiratives Treffen am Sandkasten